Ratgeber
Verständlich schreiben: So verbessern Sie die Lesbarkeit Ihrer Webtexte
Redaktion seobox.de1 Min. Lesezeit · Stand:
Auf Websites wird nicht gelesen, sondern überflogen. Wer schnell versteht, worum es geht, bleibt – und fragt an. Lesbarkeitsformeln helfen, schwierige Stellen zu finden. Sie ersetzen aber nicht den Blick der Zielgruppe.
Was Lesbarkeitsformeln messen
Der Flesch-Index in der deutschen Fassung nach Amstad rechnet mit der durchschnittlichen Satzlänge und der Zahl der Silben pro Wort. Das Ergebnis liegt zwischen 0 (sehr schwer) und 100 (sehr leicht). Werte ab etwa 60 sind für ein breites Publikum gut.
Die Wiener Sachtextformel wurde für deutsche Sachtexte entwickelt und gibt grob die Schulstufe an, ab der ein Text verständlich ist – von 4 bis 15.
Beide Formeln erkennen weder Fachbegriffe noch einen guten Aufbau. Sie zeigen nur, wo Sätze und Wörter lang werden.
Zehn Regeln für verständliche Webtexte
- Das Wichtigste zuerst.
- Ein Gedanke pro Satz, im Schnitt nicht mehr als 15 bis 20 Wörter.
- Verben statt Hauptwörter: „wir prüfen“ statt „die Durchführung der Prüfung“.
- Aktiv statt passiv.
- Fachwörter erklären oder ersetzen.
- Die Leserinnen und Leser direkt ansprechen.
- Aussagekräftige Zwischenüberschriften.
- Listen für Aufzählungen.
- Kurze Absätze.
- Konkrete Beispiele statt Floskeln.
Lesbarkeit und SEO
Suchmaschinen bewerten nicht den Flesch-Index, sondern ob eine Seite die Frage der Suchenden beantwortet. Verständliche Texte helfen dabei indirekt: Besucher finden schneller, was sie suchen, und bleiben länger. Leichte Sprache ist außerdem ein Beitrag zur Barrierefreiheit.
Checkliste
- Flesch-Index möglichst ab 60.
- Durchschnittliche Satzlänge unter 20 Wörtern.
- Keine Bandwurmsätze über 30 Wörter.
- Zwischenüberschriften alle paar Absätze.
- Fachbegriffe erklärt.